Landwirtschaftliche Zusatzberatung im ,,Oberen Edertal"
Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und die Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, Claus Junghenn und Heinfried Horsel haben einen Vertrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Bereich der Gemeinden Bromskirchen und Allendorf (Eder) sowie der Stadt Battenberg (Eder) unterzeichnet.
Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist die stetige Verringerung der Belastungen des Grundwassers und der Oberflächengewässer bis zum Jahr 2015. Mit dem jetzt unterzeichneten Vertrag wird ein Beratungs- und Maßnahmenmanagement zur Reduzierung der Stickstoffeinträge und zur Minderung der Erosion auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen vereinbart.
Das Vertragsgebiet erstreckt sich auf die Kommunen Bromskirchen, Allendorf (Eder) und Battenberg (Eder). Im Einzelnen sind landwirtschaftliche Nutzflächen von ca. 3100 Hektar in den Gemarkungen Bromskirchen, Somplar, Allendorf, Battenfeld, Haine, Rennertehausen, Battenberg, Berghofen, Frohnhausen und Laisa erfasst.
Die Umsetzung des Projektes soll vertrauensvoll und zielorientiert auf der Basis einer freiwilligen Zusammenarbeit mit den Landwirten erfolgen. Die landwirtschaftlichen Betriebe sollen detailliert darüber beraten werden, wie sie die Schadstoffeinträge so gering wie möglich gestalten oder wie sie dafür sorgen können, dass die Einträge so niedrig bleiben, wie sie sind. Wie hoch der Beratungsaufwand sein wird, richtet sich nach dem Belastungspotential der jeweiligen Gemarkung.
Die drei Kommunen wurden als Projektträger vom Regierungspräsidium ausgewählt, weil sie bereits seit etwa zehn Jahren in verschiedenen Wasserschutzgebieten unter Beteiligung eines Zusatzberaters gemeinsam mit den dort wirtschaftenden Landwirten sehr erfolgreich Maßnahmen zur Verminderung der Nitratbelastung umsetzen. In allen Gewinnungsanlagen konnte der zu Beginn der Schutzgebietsprojekte vorhandene steigende Trend um gekehrt werden. Das hochwertige Gut Trinkwasser wurde somit bereits stark verbessert.
Die kleinräumig im Vertragsgebiet seit Jahren erfolgreich arbeitenden Wasserschutzgebietskooperationen werden weitergeführt. Sie dienen hier als Vorbild und als Beleg für die Bereitschaft der Landwirte, aktiv zum Gewässerschutz beizutragen.
Die entstehenden Projektkosten für die Beratung und die beratungsbegleitenden Maßnahmen trägt, mit Ausnahme der Zusatzkosten in den Kooperationen, das Land Hessen. Des Weiteren sollen freiwillige Agrarumweltmaßnahmen, wie zum Beispiel der Anbau von Zwischenfrüchten oder Mulch- und Direktsaatverfahren, über das Hessische Integrierte Agrarumweltprogramm (HIAP) angeboten und umgesetzt werden.
Der Auftrag für die vereinbarten Beratungsleistungen wurde nach erfolgter Ausschreibung an die Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) in Göttingen vergeben. Eine allgemeine lnformationsveranstaltung fand am 26. Oktober 2011 statt.
Download: Flyer
Weitere Informationen:
Dr. Hans-Bernhard von Buttlar
Gunrad Deilke
Bühlstraße 10
D-37073 Göttingen
Tel.: (0 551) 5 48 85-0
Fax: (0 551) 5 48 85-11
E-Mail: kontakt@
iglu-goettingen.de
http://www.iglu-goettingen.de/
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